MODM, Übersicht

EIN STRATEGISCHER VORTEIL IN DER ABWICKLUNG

Im steten Wandel der Finanzmärkte müssen Marktteilnehmer jederzeit wissen, wem in einem gewissen Zeitpunkt welche Finanzinstrumente in welcher Menge gehören und wer wann über diese verfügen darf. Aufgrund der zunehmenden internationalen Verflechtung der Finanzmärkte und des Vordringens derivativer Produkte ergeben sich sowohl seitens des Portfolio- und Risiko-Managements als auch der Aufsichtsbehörden laufend neue Anforderungen an das Accounting und das Reporting. Die fortschreitende Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien und die damit einhergehende Globalisierung der Finanzmärkte bewirken gleichzeitig einen hohen Kostendruck. In diesem Umfeld müssen strategische Entscheide bei der Entwicklung moderner Informationssysteme so gefällt werden, dass die Systeme in der Lage sind, dem steten Wandel zu genügen. Solche Systeme brauchen ein solides Fundament, das auf einem logisch konsistenten und stabilen Datenmodell beruht.

EINHEITLICHE STRUKTURIERUNG VON POSITIONEN

Das Middle Office Data Model (MODM) ist ein Konzept zur einheitlichen Strukturierung und Darstellung von Informationen zu Positionen in Finanzinstrumenten. Das Konzept ist vollständig unabhängig von den Anforderungen, welche die verschiedenen Accounting-Standards an die Buchführung stellen. Eine geeignete Definition des Kontensystems vorausgesetzt, ist es in der Lage, alle Standards gleichzeitig zu erfüllen. Das MODM setzt lediglich voraus, dass Finanzinstrumente abschliessend im FIDM™ definiert werden. Auf dieser Basis können komplexe Strukturen von Positionen, geordnet nach Kontenstruktur, Accounting- oder Reporting-Erfordernissen, gebildet werden. Das MODM umfasst zudem den gesamten Kundenstamm sowie alle Informationen, welche für die Abwicklung von Aufträgen und für die automatische Verbuchung von Kommissionen, Gebühren und Steuern notwendig sind.

INSTRUMENT-FLOW-ANSATZ

Der Kern des MODM ist ein Instrument-Flow-Ansatz. Dieser geht von den echten Flüssen in Finanzinstrumenten aus und leitet alle Positionen und Bewertungen daraus ab. Damit ist er unabhängig von Accounting-Standards und erlaubt die gleichzeitige Bewertung und Darstellung von Positionen nach verschiedenen Regeln. Dieser Ansatz macht das Modell - ähnlich wie das FIDM™ - auch bei sich wandelnden Anforderungen stabil.

BANKWEITES PORTFOLIO- UND RISIKO-MANAGEMENT

Das MODM wurde entwickelt, um die Abläufe in der Auftragsabwicklung und im Back Office zu automatisieren. In Verbindung mit dem FIDM™ sollen darüber hinaus Auswertungen nach einheitlichen Kriterien über die gesamte Breite aller Finanzinstrumente und über alle Positionen hinweg möglich werden. Damit wird die Voraussetzung für ein bankweites Portfolio- und Risiko-Management nach den neuesten Erkenntnissen der Finanzmarkttheorie, z.B. unter Verwendung von «Value at Risk»-Ansätzen, geschaffen. Die Verwendung einer einheitlichen Datenstruktur für alle Positionen reduziert den Aufwand für die Realisierung derartiger Anwendungen erheblich. Das MODM ist in verschiedenen Projekten von Banken unterschiedlicher Grösse überprüft und validiert worden; es hat sich als durchdachtes und konsistentes Konzept erwiesen.